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Paperthon des Bundesblock stellt Blockchain-Strategie auf den Prüfstand – „Aktuell ist die Verunsicherung noch sehr groß“



Als im September die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie veröffentlicht hat, war vor allem ein Bundesverband daran beteiligt: der Bundesblock. Der noch junge Verband zur Förderung der Blockchain-Technologie hat nicht nur dafür gesorgt, dass das Thema auf die Agenda der Regierung kommt, sondern war auch selbst mit seinen Mitgliedern maßgeblich an der inhaltlichen Gestaltung beteiligt.

Damit es nicht zum Stillstand bei der Umsetzung der Blockchain-Strategie kommt, haben sich die Autoren ebenjener Strategie an diesem Freitag, dem 29. November, in Berlin zu einem sogenannten Paperthon getroffen. Neben den Autoren der Strategie und den Politikern, die diese in den Bundestag getragen haben, waren auch viele andere Experten der Blockchain-Ökonomie vertreten. Anstatt um Programmcodes wie bei einem Hackerthon ging es bei dem Paperthon um das Formulieren konkreter Vorschläge, um zu definieren, welche Gesetze und Pilotprojekte von der Regierung in den angesprochenen Sektoren jetzt angegangen werden müssen. Die Ergebnisse des Paperthon, die sich aktuell in der Konsolidierung befinden, möchte man anschließend der Bundesregierung übergeben.

Fordernde Worte vom Bundesblock-Präsidenten

Präsident des Bundesblocks und Initiator des Paperthon, Florian Glatz, sieht noch großen politischen Handlungsbedarf, damit Deutschland nicht ins internationale Hintertreffen gerät:

Grundsätzlich ist die Blockchain-Strategie ein guter Wurf in die richtige Richtung. Leider ist vieles noch unkonkret und schwammig formuliert. Die dort enthaltenen Stellungnahmen hätte man so auch schon vor zwei Jahren erwarten können. Bei unserem Paperthon möchten wir uns auf die Maßnahmen konzentrieren, die der Blockchain-Strategie beigefügt sind. Gemeinsam mit Vertretern aus der Bundesregierung, die auch heute präsent sind, möchten wir diese mit Leben füllen. Sprich ganz konkrete Leitplanken und Handlungsvorschläge formulieren. Insbesondere im Bereich digitale Identität, öffentliche Verwaltung und im Finanzwesen sehen wir dringenden Handlungsbedarf. Auch haben einige der Regulierungsmaßnahmen nicht nur gute, sondern auch schlechte Seiten, wie beispielsweise die GWG-Novelle.

Im Finanzwesen spielt vor allem die Tokenisierung eine gewichtige Rolle in der Blockchain-Strategie der Bundesregierung. Im Gegensatz zu Stable Coins wie Facebooks Libra, die nach wie vor überwiegend kritisch von der Bundesregierung betrachtet werden, ist die Haltung gegenüber Security Token durchaus positiv. Moritz Stumpf, Co-Founder und CEO von Blockchain Solutions, wünscht sich in diesem Feld allerdings mehr Klarheit:

Ich erhoffe mir Klarheit vor allem für Security Token Offerings und deren Kategorisierung. So benötigen wir eine bessere Gesetzesgrundlage, dass diejenigen, die mit diesen Finanzinstrumenten arbeiten wollen, auch damit arbeiten können. Aktuell ist die Verunsicherung noch sehr groß, da es an klaren und transparenten Richtlinien fehlt.

Auch in der Blockchain-Ökonomie braucht es Intermediäre

Neben dem vieldiskutierten Bereich der Token-Regulierung wollten Vertreter einzelner öffentlicher Behörden und Organisationen auch Themen forcieren, die bislang weniger im Vordergrund standen. So beispielsweise Nadja Danninger von der Bundesnotarkammer, die erklärte, warum die Blockchain-Technologie großen Einfluss auf das Notarwesen hat:

Notare gelten als klassische Intermediäre. Dementsprechend ist es für uns wichtig, uns mit einer Technologie zu befassen, die diese Intermediäre ersetzen will. Wir glauben, dass wir auch in einer blockchainbasierten Welt noch eine zentrale Rolle spielen werden. Notare können als Schnittstelle in der vorsorgenden Rechtspflege dienen und die Bürger auf dem Weg zu rechtssicheren Verträgen begleiten. Es geht also darum, dass Beste aus beiden Welten effektiv zu nutzen, weshalb wir aktuell auch selbst an einem Blockchain-Projekt arbeiten.

Token Economy noch in weiter Ferne

Stefanie von Jan, Token Engineer bei BlockKore, ist bereits tief in der Krypto-Ökonomie verankert. Ihre Aufgabe ist es, Konzepte für die Token Economy zu entwerfen, sprich Token für dezentrale Netzwerke zu designen. Für sie ist die Blockchain-Strategie noch weit davon entfernt, eine klare Position zur Token-Ökonomie einzunehmen. Gerade in Berlin, wo viele technisch sehr anspruchsvolle Blockchain-Projekte beheimatet sind, würde sie sich eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Thema der Werthaltigkeit von Token und dezentralen Netzwerken wünschen.

Deutschland ist nicht das einzige Land mit einer Blockchain-Strategie

Die Bundesregierung dürfte klug damit beraten sein, sich ernsthaft mit den Vorschlägen aus dem Paperthon auseinanderzusetzen. Kaum eine andere Branche entwickelt sich so dynamisch wie der Blockchain-Sektor und bedarf so sehr regulatorischer Klarheit. Wenn es die Bundesregierung ernst meint mit Industrie 4.0 und einer digitalen Verwaltung, muss sie der Blockchain-Technologie mehr Gewicht geben. China hat das bereits verstanden und im Oktober im Zuge seiner Blockchain-Strategie unmissverständlich kommuniziert. Allerdings geht die chinesische Blockchain-Strategie nicht mit den Vorstellungen einer offenen und demokratischen Gesellschaft einer. Es ist also nicht nur ökonomisch, sondern auch gesellschaftlich wünschenswert, dass Deutschland und Europa ihre eigenen Blockchain-Standards entwickeln.





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