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Mutmaßlicher Multi-Millionen-Scam auf Binance Smart Chain



Ein DeFi-Projekt auf der Binance Smart Chain (BSC) entpuppt sich wohl als riesiger Betrug und erbeutet 31 Millionen US-Dollar.

Übereinstimmenden US-amerikanische Medienberichten zufolge soll das DeFi-Projekt “Meerkat” Betrug in Millionenhöhe auf der Binance Smart Chain begangen haben. Heute Morgen um 10:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit berichtete das Unternehmen in seiner Telegram-Gruppe, dass es Opfer eines Hacks geworden sei – einen Tag, nachdem es sich auf der BSC eingeklinkt hatte. So verschwanden 13,96 Millionen BUSD und 73.653 BNB-Token von der Plattform. Zusammen ergibt das einen Gesamtverlust von 31 Millionen US-Dollar.

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Nun wird der Verdacht laut, dass Meerkat selbst hinter dem Angriff stecken könnte. Das zeigten On-Chain-Daten. Demnach verwendeten die Angreifer die eigenen Developer Accounts von Meerkat, um Änderungen am Smart Contract vorzunehmen. Dieser Vorwurf wird dadurch verstärkt, dass das DeFi-Projekt kurz nach dem Verschwinden der Token sämtliche Verbindungen zu ihren sozialen Kanälen kappte. So ist beispielsweise der Twitter-Account offline und die Webseite steht für 10.000 US-Dollar zum Verkauf. Das Unternehmen scheint seinem Namen alle Ehre gemacht zu haben und wortwörtlich ins Erdloch verschwunden zu sein.

Die betrogenen Nutzer sind natürlich schockiert. Mittlerweile häufen sich die Beschwerden auf der Binance-Community-Seite. Auch auf Reddit gibt es mittlerweile einen eigenen Thread. Dort fällt immer wieder die Bezeichnung “Rug Pull” (zu Deutsch: jemandem den Teppich unter den Füßen wegziehen). Damit bezeichnet man eine Art von Betrug im DeFi-Sektor, bei der der Projektleiter hohe Gewinne und tolle Zukunftsperspektiven verspricht und dann urplötzlich verschwindet. BTC-ECHO hat Binance angefragt, wie die Plattform gedenkt die Betrüger zu belangen und ob die Krypto-Börse eine Entschädigung an seine Nutzer auszahlen wird. Bisher blieb die Anfrage unbeantwortet.

Vermehrte Plagiatsvorwürfe an Binance Smart Chain

Neben dem aktuellen Scam machen vermehrt Plagiatsvorwürfe die Runde auf der DeFi-Plattform. Mit seiner Smart Chain ist Binance in direkte Konkurrenz zu Ethereum getreten. Nun mehren sich jedoch die Vorwürfe, wonach die vermeintliche Konkurrenz in vielen Fällen nichts anderes sei, als eine bloße Kopie. So ist es nämlich jetzt mit der auf BSC basierenden Plattform Musical Beats geschehen, die bereits wenige Tag nach ihrem Launch schon wieder eingestampft wurde.

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Der Hintergrund: Ethereum-Entwickler und Community-Mitglieder hatten dem BSC-Projekt vorgeworfen, von EulerBeats abzukupfern und von dessen Erfolg zu profitieren. EulerBeats verwandelt die Werke des Schweizer Mathematikers Leonhard Euler in einzigartige visuelle und akustische Kunstwerke. Die Nutzer können diese Werke in ihre Sammlung aufnehmen und erhalten von Verkäufen von Abzügen dieser Werke eine prozentuale Beteiligung. Experten, wie beispielsweise ConsenSys-Rechtsexperte Matt Corva, bestätigen teilweise die Plagiatsvorwürfe. Corva spricht sogar von einem Copy-and-paste-Verfahren. Dies sei umso ironischer, als es bei EulerBeats ja gerade um eine Beteiligung an Urheberrechten gehe.

Die Ironie scheint aktuell ein folgsamer Begleiter der BSC. Unabhängig davon muss die Plattform seine Sicherheitsstrukturen weiterentwickeln, um zukünftig Scams zu vermeiden, wenn es denn dem Branchenprimus Ethereum gefährlich werden möchte.






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